Studie Automotive 2017

Pünktlich zum diesjährigen Start der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt/Main haben wir die Entwicklung der globalen Automobilindustrie vom Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise 2010 bis 2017 untersucht. In unserem täglichen Automotive Blog während der IAA werfen unsere Experten einen detaillierten Blick auf Wachstum und Globalisierung der größten Automobilhersteller (OEM), der Top 75 Zulieferer und die Zulieferindustrie.

Wir sind ein datengetriebenes Unternehmen mit einem großen Interesse daran Zusammenhänge zu begreifen und auch unseren Kunden zu vermitteln. Einzelne Branchen zu analysieren und daraus branchenrelevante Erkenntnisse zu gewinnen liegt einfach in unserer DNA“ erläutert Jörg Bollow, Executive Director Marketing DACH den Zweck dieser Studie.

Die vollständige Studie „Wachstum und Globalisierung – OEM und Zulieferer 2010 – 2017“ erscheint am 25. September 2017 in deutscher und englischer Sprache.

  • Die Automobilindustrie befindet sich immer im Blickpunkt von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit; wie kaum eine andere prägt sie unser Leben und unseren Alltag. Umso mehr zur alle zwei Jahre stattfindenden IAA, der weltgrößten Schau dieser Industrie in Frankfurt / Main.
  • Die vorliegende Studie fokussiert sich auf einige Aspekte des Wachstums dieser Industrie in den letzten Jahren von 2010 – 2017. Warum 2010? Das Jahr 2010 kann als Schlusspunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 – 2010 gesehen werden, die mit der Lehman-Insolvenz ihren deutlichen Ausbruch gefunden hatte.
  • Die weltweite Automobilindustrie spielte auch in dieser Krise eine präferierte Rolle. Viele Ereignisse im Verlauf der Krise sind eng mit ihr verbunden. Wie hat sich diese Industrie nach der Krise entwickelt? Wie steht sie heute da? Wachstum kann man auf die unterschiedlichste Art messen: Umsatzzahlen, Absatzzahlen, Mitarbeiterzahlen, etc. Für die vorliegende Studie wurde eine andere Metrik gewählt: das Wachstum neuer Tochtergesellschaften und neuer Standorte.
  • Zweifellos ist die Automobilindustrie – und mit ihr untrennbar verbunden die Zulieferindustrie – ein Industriezweig, der als einer der ersten genannt wird, wenn es um die Stichworte „Globalisierung“, „Global Footprint“ oder „internationale Konzerne“ geht.

 

DATENBASIS

Als Datenbasis für die vorliegende Studie dient die weltweit größte Unternehmensdatenbank von Bisnode / D&B. In ihr sind mehr als 265 Millionen Unternehmen eindeutig identifiziert und mit zahlreichen Wirtschaftsinformationen angereichert.

Eine der wichtigsten Informationen dieser Datenbank ist die Nachverfolgung der Verflechtungen der Unternehmen. Welches Unternehmen ist welchem Konzern zugeordnet und das weltweit?

Aus diesem Grund ist die Datenbank wie keine andere geeignet, folgende Fragen zu beantworten: Wie global sind die größten Automobilhersteller (OEM) und deren Zulieferer aufgestellt? Wie sind sie in den letzten Jahren gewachsen? In welchen Märkten agieren sie? Wo sehen sie ihre Wachstumspotenziale und gründeten dort neue Tochtergesellschaften und Standorte?

Betrachtet werden drei Gruppen von Unternehmen:

  • 17 der größten Automobilhersteller weltweit
  • 75 der führenden globalen Automobilzulieferer
  •  ca. 200.000 Unternehmen weltweit, die einen wirtschaftlichen Schwerpunkt als Automobilzulieferer haben

Die 17 untersuchten OEM

 

Aktueller Beitrag: Internationalisierung der Automobilzulieferer

Zulieferer Top 20 Wachstum (nach Ländern)

  • In Deutschland sind es die Schaeffler-Gruppe (gleich zweimal mit der INA-Holding Schaeffler und der Continental AG), ZF Friedrichshafen, MAHLE und BOSCH.
  • In den USA sind es Borgwarner, Wabco, Icahn Enterprises und Cooper-Standard. Hinzu kommt noch Eaton mit der Konzernzentrale in Irland.
  • Aus dem asiatischen Raum kommen die chinesischen Unternehmen Weichai Power und China National Chemical Cooperation, die japanischen Konzerne Toyota Boshoku und Aisin Seiki sowie die koreanischen Zulieferer Hyundai Mobis, Samsung Electronics und Sungwoo Hitech.
  • Die Spitzengruppe wird ergänzt durch den kanadischen Zulieferer Martinrea, die englische GKN PLC und den mexikanischen Zulieferer Alfa.

 

Grafik - Zulieferer Top 20 Wachstum nach Ländern

 

 

Länderpräsenz Zulieferer (mehr als 500 Standorte)

Hinsichtlich der Unternehmensgröße, bezogen auf die in den Konzernen zusammengefassten Unternehmen, Beteiligungen, Niederlassungen und Standorte sind die größten Automobilzulieferer den OEM durchaus ebenbürtig. Bei der Vielfalt der Länderpräsenz scheinen sie ihren wichtigsten Kunden aber sogar noch einen kleinen Schritt voraus zu sein.

Die Standorte der analysierten TOP 75 Automobilzulieferer befinden sich in 101 Ländern der Erde – die OEM sind mit ihren Beteiligungen in 86 Ländern präsent.

Bei den OEM sind es drei Unternehmen, die in mehr als 50 Ländern präsent sind: die Volkswagen AG, General Motors und Daimler.

Nur bei den größten Zulieferern mit mehr als 500 Standorten weltweit sind es 4 von 5 Konzerne, die in mehr als 50 Ländern ihre Dependancen haben – Internationalisierung wird groß geschrieben, auch wenn die Entwicklungstrends berücksichtigt werden. Fast alle Unternehmen in dieser Untersuchungsgruppe sind 2017 in mehr Staaten lokalisiert als noch 2010.

 

Grafik - Länderpräsenz Zulieferer mehr als 500 Standorte