Die Schmerzen der Einkäufer und wie die Bisnode Spendanalyse ihren Arbeitsalltag erleichtern kann!

Experteninterview mit Bernhard Goliasch, Leiter Raw Material Supply bei RHI AG

GoliaschBisnode: Herr Goliasch, Sie sind seit 10 Jahren bei RHI im internationalen Einkauf tätig. Was sind Ihre größten Herausforderungen als strategischer Einkäufer?

Goliasch: Die Kosten im Griff zu haben und permanent nach Einsparungs- und Synergieeffekten Ausschau zu halten – ist eine tägliche Herausforderung. Die Margen werden im Einkauf gemacht – jeden Euro, den wir hier einsparen, müssen wir nicht verdienen.

Um dies zu erreichen ist es wichtig, die richtig motivierten Mitarbeiter im Team zu haben und mit Ihnen stetig versuchen, die oben genannten Ziele zu erreichen. Eine umgesetzte Strategie ist nur so lange gut, wie es möglich ist, diese Einsparungseffekte zu erzielen. Offene Augen und Ohren, die Einstellung, dass sich ständig eine neue Möglichkeit auftun kann, sind Schlüssel zum Erfolg.

Bisnode: Sie haben vor einiger Zeit die Bisnode Spendanalyse durchgeführt. Warum haben Sie sich dafür entschieden?

Goliasch: Das eigene System ist oft nicht ausreichend mit Daten der Lieferanten gefüttert, oder es fehlt einfach an der Kapazität sich die eigenen Daten so aufzubereiten, dass man damit Verhandeln oder Ausschreiben kann. Eine Spendanalyse ist meines Erachten ein geeignetes Mittel, hier schnell eigene Daten mit externen Daten anzureichern und so rasch eine aussagekräftige Verhandlungsunterstützung zu bekommen. Abhängigkeiten von Lieferanten zu errechnen, ist mit eigenen Mitteln nicht möglich, die Spendanalyse ist ein geeignetes Tool, dies rasch und eindeutig zu erfahren und um dann auch besser vorbereitet in Verhandlungen treten zu können.

Bisnode: Wie läuft die Spendanalyse ab? Waren dafür viele Ressourcen notwendig? Was war der Outcome?

Goliasch: Es wurden die Daten aus der Kreditorenbuchhaltung ausgelesen und mit der Bisnode Datenbank abgeglichen. In dieser Datenbank wurden Daten unserer Lieferanten, zum Beispiel der letzte Jahresumsatz mit unserem Einkaufsumsatz in Verhältnis gestellt und daraus konnten wir unsere Abhängigkeit je Lieferant feststellen. Bei Lieferanten mit niedriger Abhängigkeit (Umsatzanteil kleiner 1,5%), ist in der Regel das Verhandeln schwieriger, als bei einem hohen Umsatzanteil. Ist der Umsatzanteil jedoch größer 35% ist es wiederum ein Risiko nur von diesem einen Lieferanten abhängig zu sein. Das ist nur ein kleiner Teil der Daten, die in der internationalen Bisnode Datenbank verfügbar sind.

Es sind auch Kreditratings bzw. Zugehörigkeit zu Mutterkonzernen in der Datenbank erfasst. Es lassen sich auch aufgrund der SIC Codes, Warengruppenzugehörigkeiten feststellen und nach Analyse auch die Anzahl der Lieferanten je Warengruppe feststellen.  Damit wird es leichter durch Bündelung von Lieferanten und Lieferantenreduktion bessere Volumina auszuschreiben und wesentliche Einsparungen zu erzielen. Mit den Adressdaten der Lieferanten lassen sich das Einkaufsland und damit ein geografisches Muster der aktuellen Einkaufslandschaft anzeigen.

Bisnode: Was war Ihnen besonders wichtig bei der Durchführung der Spendanalyse?

Goliasch: Wir wollten mit relativ wenig Aufwand rasch unsere Einsparungspotentiale finden und mit dem gesamten Team dann Schritt für Schritt ein Saving nach dem anderen lukrieren. Wichtig war, dass die Analyse und der gemeinsam erarbeitete Verbesserungsplan rasch umsetzbar waren und alle beteiligten Einkäufer spürbare Ergebnisse erzielen konnten.

Bisnode: Wie erleichtert die Spendanalyse ihren Arbeitsalltag?

Goliasch: Um nachhaltige Einsparungen sicherzustellen, habe ich schon mehrmals die Spendanalyse angewendet. Die Analyse und die gemeinsame Aufarbeitung der Analyse helfen mir vor Augen zu führen, wo wir noch einsparen könnten, oder welche Maßnahmen noch durchgeführt werden sollen.

Wenn Einsparungen augenscheinlich vor Dir liegen, man praktisch nur zugreifen muss, ist es für jeden Einkäufer einfacher, als wenn erst mühsam Daten aufbereitet werden müssen.

Das Erstellen der Einkaufsstrategie je Warengruppe wird einem mit diesem Tool nicht erspart, jedoch wird es durch Transparenz und Eindeutigkeit wesentlich erleichtert.

Bisnode: Würden Sie sich für Interessenten zum Erfolgsaustausch zur Verfügung stellen?

Goliasch: Ja sehr gerne, stelle ich mich für ein persönliches Telefonat bei Interesse zur Verfügung.

Tel. +4369918705404

Email: bernhard.goliasch@rhi-ag.com

Bisnode: Herzlichen Dank für das Interview!