Presseinformation: Unternehmensnachfolgen-Risiko und Potential

08 Okt 2018

Beinahe 83.000 Unternehmen in Österreich betroffen

Wien, 8.10.2018. Kann der Eigentümer eines Unternehmens in Pension gehen? Was, wenn es keinen Nachfolger gibt, der die Firma weiterführen möchte? Diese Frage stellen sich viele Inhaber in Österreich. Gerade bei Personengesellschaften, wo es keinen Vorstand gibt, der die Unternehmensführung verantwortet und somit die Kontinuität über Generationen hinweg sicherstellen kann.


In Österreich dürften sich rund 83.000 Inhaber die Nachfolgefrage stellen. Oder zumindest sollten sie es. 82.719, so viele Inhaber von Unternehmen sind mit heutigem Stand mindestens 60 Jahre alt, also fünf oder weniger Jahre vom gesetzlichen Pensionsantrittsalter entfernt. Dabei geht es nicht nur um die Unternehmer selbst, sondern auch um deren Personal: rund 320.000 oder neun Prozent aller unselbstständig Beschäftigten arbeiten in den besagten Firmen.
Bisnode D&B, der europaweit führende Anbieter von digitalen Wirtschaftsinformationen, empfiehlt Firmenbesitzern, mindestens fünf Jahre vor dem beabsichtigten Rückzug aus der Unternehmensführung, die Nachfolgplanung zu beginnen: „Jemanden zu finden, dem man seine Firma mit Vertrauen übergibt, entweder innerhalb oder außerhalb der Familie, braucht viel Zeit. Gerade angesichts der vielen Klein- und Kleinstunternehmen in Österreich ist das Nachfolgethema Risiko und Potential zugleich“, sagt Alexandra Vetrovsky-Brychta, Managing Director Bisnode D&B Austria.


Risiko, da von den 83.000 beinahe 70 Prozent auf Einzelunternehmer, also Kleinstbetriebe entfallen. Ist die Nachfolge nicht geregelt, geht mit dem Besitzer das ganze Unternehmen in Pension. Dennoch, für Jungunternehmer und Firmen auf Expansionskurs, die sich aktiv auf die Suche begeben, schlummert großes Potential in Übernahmen.
Im Branchenvergleich nimmt streng genommen die Branche der Gesundheitsdienste den ersten Rang ein, wobei in diese Kategorie allerdings überwiegend die Personenbetreuer fallen, und hier fraglich ist, inwieweit sich tatsächlich ein Nachfolgeproblem im Sinne einer Unternehmensnachfolge stellt. Danach folgen technische Dienste, der Einzelhandel und kommerzielle Dienstleistungen. Im Bundesländervergleich gibt es in Wien und Niederösterreich mit jeweils 20 Prozent Anteil die meisten Unternehmer, die einen Nachfolger suchen müssen.

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