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Die Welt digitalisiert. Aber tut sie es richtig?

| April 09, 2020

Die Coronakrise hat unser soziales und wirschaftliches Leben ziemlich lahmgelegt. Die Folge: Alles, was bis 3 nicht auf den Bäumen ist, wird digitalisiert. Doch was bedeutet Digitalisierung überhaupt? Haben die Unternehmen wirklich erkannt, was das heisst? Wir zeigen in diesem Artikel, was Sie jetzt tun müssen, um die Krise gut zu überstehen, und gleichzeitig gerüstet sind für die Zukunft. Das Stichwort heisst: Daten, Daten und nochmals Daten.

Greg van Avermaet gewinnt die virtuelle Flandern-Radrundfahrt. Charles Leclerc gewinnt den virtuellen Ersatz Grand Prix von Melbourne. Galaxus bittet Kunden, weniger online zu bestellen. Die Post erstickt in der Flut von Paketen. Gefühlt die halbe Welt ist im Home Office.

Der globale Ausbruch von Corona hat das öffentliche Leben fast zum Stillstand gebracht. Die Folge davon ist, dass sich viele Aktivitäten ins Internet verlagern. Da die Geschäfte zu sind, kaufen viele im Internet ein. Ganze Sportevents verlagern sich ins Internet.

Aber es gilt insbesondere auch für das Geschäftsleben. Alle, die daheim sitzen können, sitzen daheim und tauschen sich über Teams oder Zoom aus. Diese Kollaborations- und Kommunikations-Tools sind sogar ein fester Bestandteil in den News geworden. Negative Schlagzeilen machte Zoom aufgrund der – mittlerweile wieder geschlossenen - Sicherheitslücken. “Ich habe als CEO wirklich Mist gebaut,” gab Firmengründer Eric Yuan reumütig zu und gelobte Besserung.

Meine Chefin, die Kartoffel

Es gab aber auch veritable virale Hits wie den italienischen Priester, der während einer Online-Predikt nicht merkte, dass Filter aktiv waren, oder den Mitarbeiter, der sich unwissend vor dem ganzen Team entblösste. Unser Favorit ist aber die Chefin eines Teams, die im Videocall den Kartoffel-Filter aktiviert hatte, aber nicht mehr wusste, wie sie ihn ausschaltet.
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Das mag jetzt alles lustig klingen. Aber es zeigt, dass die Digitalisierung im Mainstream angekommen ist. Das ist ein starkes Zeichen dafür, dass sie stattfindet, oder dass sich ihr niemand mehr entziehen kann oder sogar darf. Ob die Unternehmen aber dafür bereit sind, ist eine andere Frage.

Die digitale Welle rollt auf uns zu

Was uns die momentane Situation aber zeigt: Viele Unternehmen sind bei der Digitalisierung noch nicht sehr weit gekommen. Das zeigt sich in der sogenannten digitalen Welle, die auf die Geschäftswelt zurollt. Misst man, wie weit die Unternehmen die Digitalisierung bereits gemeistert haben, dann erkennt man, dass die meisten eben erst mittendrin stecken. Ganz wenige haben nichts oder nur wenig dafür getan, ebenso wenige funktionieren bereits vollständig digital. Das heisst, dass sehr viele Unternehmen einen mittleren digitalen Reifegrad erreicht haben. Diese Welle rollt unaufhaltsam auf uns zu.

Die digitale Welle in der Geschäftswelt

Was bedeutet aber Digitalisierung genau? Mit der Verlagerung von alltäglichen und einfachen Prozessen ins Internet wie die Abhaltung von Videocalls ist es eben nicht getan. Es ist letztendlich die Kür. Doch zuest ruft die Pflicht. Und die heisst, Kernprozesse digital zu gestalten. Viele CMOs zum Beispiel wundern sich, dass ihre Kampagnen und Aktivitäten ins Leere laufen. Marketing erfolgreich zu betreiben ist halt etwas ganz anderes als einfach Marketing zu betreiben. Erfolg kommt heute nicht von ungefähr. Es braucht die richtige Strategie, die richtigen Kommunikationskanäle, und eine weitere Zutat, an der heute niemand mehr vorbeikommt: Daten. Aggregierte, analysierte, komprimierte und dem Zweck entsprechend aufbereitete und visualisierte Daten.

Kein Unternehmensprozess ist mehr von der datengetriebenen Digitalisierung mehr ausgenommen. Es gibt wohl keinen CFO, der Zahlungskonditionen mit einem Neukunden aushandelt, ohne zuvor dessen finanzielle Stabilität und Bonität zu prüfen. Auch wird es sich kein Compliance Officer erlauben, Lieferanten nicht auf Fair Play und Corporate Governance zu prüfen, es sei denn, er wäre bereit, drakonische Strafen zu zahlen und den lange aufgebauten guten Ruf in einem Augenzwinkern zu ruinieren.

Sind es aber tatsächlich Daten, die Unternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen? Oder geht es genauso gut ohne? Es gibt immer noch viele, die lieber ihrem Instinkt oder ihrer Erfahrung trauen, als auf Daten zu hören. Verkäufer sind ein gutes Beispiel dafür. Es brauche halt das richtige Gespür und Fingerspitzengefühl. Ja, da widersprechen wir auch nicht. Was aber, wenn man dieses Bauchgefühl nimmt und datengesteuerte Informationen dazugibt?

Jetzt digitalisieren, langfristig erfolgreich sein

Die Coronakrise kennt Gewinner und Verlierer. Die Frage ist, auf welcher Seite Sie stehen. Ja, gewisse Branchen trifft es momentan sehr hart. Trotzdem ist es die Entscheidung jedes einzelnen Unternehmers, was er jetzt unternimmt, um möglichst unbeschadet das Geschäftsjahr 2020 zu überstehen. Digitalisieren muss früher oder später sowieso jeder. Wir haben das bereits in unseren Studien gezeigt. Die Geschäftsführer in Europa sind sich bewusst, dass sie bis 2030 nicht mehr am Markt sein werden, wenn sie bis dahin nicht datengetrieben agieren.

Die gute Nachricht: Die Daten und Informationen sind da und stehen Ihnen zur Verfügung. Egal ob die Prüfung der finanziellen Stärke eines Geschäftspartners, die Vorhersage des Sales-Potenzials einer Firma, das Finden von idealen Kundenprofilen im Markt oder die Bereinigung der Daten und Aufrechterhaltung deren Qualität.

Wer jetzt digitalisiert und sein Unternehmen datengetrieben aufstellt, der meistert die Krise und das Jahr 2020 besser. Und er ist gleichzeitig bestens aufgestellt für die nächsten Jahre.

Wie sagen die Engländer so schön? You can't eat your cake and have it, too. Hier eröffnet die Gelegenheit, beides gleichzeitig zu haben.

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