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Blog Risiko & Kredit

Warum Sie das Zahlungsverhalten Ihrer Geschäftspartner jetzt besonders im Blick haben sollten

| April 01, 2020

180 Länder melden mittlerweile Infektionen mit dem Corona-Virus. Im Gegensatz zu anderen ökonomischen Bedrohungen macht ein Virus nicht vor Grenzen und Protektionismus halt. In unserer durch und durch globalisierten Welt, geprägt von internationalen Lieferketten und weltweitem Handel, stellt eine derartige Bedrohung eine noch größere Herausforderung dar. Das ein genauer Blick auf das Zahlungsverhalten ein sehr guter Gradmesser ist zeigen wir Ihnen hier. 

Kein Tag vergeht ohne neue Hiobsbotschaften und es fällt mitunter schwer die ökonomische Bedrohung vor das Ausmaß an menschlichem Leid zu stellen. Doch realistisch betrachtet stehen hinter jeder wirtschaftlichen Auswirkung eben auch Menschen und Schicksale. Umso wichtiger ist es nun besonderen Wert darauf zu legen das eigene Unternehmen möglichst unbeschadet durch diese schwierige Krise zu bringen. 

Unsicherheiten sind in der aktuellen Situation leider an der Tagesordnung und die Kausalketten, die sich über ganze Branchen erstrecken nicht immer absehbar. Können Ihre Lieferanten noch liefern, Ihre Geschäftspartner Ihre Rechnungen noch zahlen? Eine umfassende Bonitätsprüfung Ihrer Kunden und Lieferanten ist selbstverständlich immer die Basis und Frühwarnsysteme bzw. ein globales Monitoring unterstützen essenziell, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen und Bedrohungen durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken.  

Das bestimmende unternehmerische Ziel ist grundsätzlich das Forderungsausfallrisiko von Schuldnern im Blick zu haben. Neben der Risikoidentifikation ist ein unerlässlicher Faktor die kontinuierliche Risikobewertung und in Kombination mit einem etablierten Monitoring können kritische Bonitätsveränderungen rechtzeitig entdeckt werden. Was aber bleibt zu tun, wenn die Aktualität der Ereignisse sich überschlägt? Staatliche Krisenpakete und Maßnahmen das Bild verzerren? Neben den Risikobewertungen und dem Einsatz von Scoring-Modellen zur Risikovorhersage existiert ein Indikator, der volatiler und sensitiver ist – das Zahlungsverhalten eines Geschäftspartners.  

Es ist alles eine Frage der Zahlungsmoral 

1. Zahlungsverhalten

Veränderungen im Zahlungsverhalten eines Unternehmens sind ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens. Eine gestellte Rechnung ist eben noch lange nicht eine bezahlte Rechnung. Kommt ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht nach, entstehen dem Gläubiger nicht nur zusätzliche Kosten aufgrund der nicht einkalkulierten Kapitalbindung, viel relevanter ist aktuell vor allem die eigene finanzielle Solidität. 

Das kontinuierliche Screening der eigenen Daten zu Zahlungsströmen kann hier bereits einen Hinweis geben. Trends lassen sich hier viel schneller erkennen. Werden Rechnungen nicht mehr innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels gezahlt? Erhöht sich die Anzahl der Tage, die eine Rechnung überfällig ist, so ist dies häufig ein Hinweis auf eine sich verschlechternde Liquidität und sollte im Auge behalten werden.  

Noch mehr Möglichkeiten bietet ein umfassender Zahlungserfahrungspool, der nicht nur die eigenen Erfahrungen mit einem Geschäftspartner erfasst, sondern auch die anderer Unternehmen. Werde nur ich schlecht bezahlt? Wie sieht der Trend in der Branche aus?  

2. DUN Trade – der weltweit größte Zahlungserfahrungspool

Welche Einblicke weltweit erfasste und zusammengeführte Zahlungserfahrungen bieten verdeutlicht der Bisnode D&B DUN Trade Zahlungserfahrungspool. Jährlich werden hier mehr als 2 Milliarden Handelserfahrungen eingespielt. Unternehmen speisen ihre Debitorendaten in dieses umfassende Netzwerk ein. In Summe ergibt sich auf diese Weise ein viel aktuelleres Bild der Zahlungsfähigkeit und –bereitschaft 

Transparenz zahlt sich aus

Trends, die sich in einem veränderten Verhalten beim Begleichen von Rechnungen zeigen helfen Ihnen dabei: 

  • Drohende Insolvenzgefahren bei Kunden frühzeitig zu erkennen 
  • Forderungsausfälle zu vermeiden 
  • Vertragsverhandlungen  
  • Außenstände zu reduzieren und den Cashflow zu erhöhen 

Ein kombinierter Einsatz der zur Verfügung stehenden Werkzeuge für einen effizienten Risikomanagement-Workflow bietet eben vor allem auch in einer Krisenzeit Unternehmen die Möglichkeit sich vorausschauend zu schützen. Die Risikoidentifikation und -bewertung sind immer ihre unternehmerische Pflicht – die Kür wird es, wenn Sie ein Frühwarnsystem  - also ein konstantes Monitoring – und das volatile Instrument der Zahlungserfahrung mit einbeziehen.

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