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Der Niedergang von Toys «R» Us

28 Jun 2018

Montag, 18. September 2017 – der Spielwarenhändler Toys «R» Us meldet im Rahmen des «Chapter 11» Konkurs an. Dem Konzern ist das Geld ausgegangen, wie so vielen Einzelhandelsketten. Toys «R» Us versuchte zuletzt noch die Abverkäufe anzukurbeln, indem es bei den Lieferanten vor dem Weihnachtsgeschäft um eine Fristerstreckung bat.

Für einen Finanzleiter, der danach strebt, zwischen strategischen Geschäften und langsamen Geldflüssen die Balance zu finden, hat eine Insolvenz eines Unternehmens der Größe von Toys «R» Us unter Umständen weitreichende Folgen.

Insolvenzen und langsame Geldflüsse rauben auch den besten CFOs den Schlaf. Ein endloser Strom an Informationen aus News und sozialen Medien geben zwar einen Einblick darüber, wie gesund ein Unternehmen ist. Doch der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den richtigen Datenquellen zum richtigen Zeitpunkt zu vertrauen.

Business-Data heißt noch lange nicht Business-Intelligence

Das Erstaunen der Zulieferer über den Toys «R» Us-Bankrott war groß. Zu gerne hätten Sie die Möglichkeit gehabt, frühzeitig davon zu erfahren. So gingen Zahlungen zwar spät ein, dennoch war Toys «R» Us gemäß den Daten von Dun & Bradstreet selten im Verzug. Ein Blick in die Bücher hätte jedoch gezeigt, dass eine größere Anleihe im kommenden Jahr fällig geworden wäre. Das wäre ein Indikator für ein wachsendes Risiko gewesen, aber noch lange kein direktes Indiz für den schnellen Bankrott im September. Hätte man den Fall in den News verfolgt, wäre man zwar informiert, die Zeit, um Maßnahmen zu ergreifen, wäre aber definitiv zu knapp gewesen.

Risiko hat viele Facetten. Es reicht schon lange nicht mehr, sich aus nur einer Quelle zu informieren oder nur auf einzelne Geschichten oder Datensätze zu vertrauen. Nur die Kombination aus einer Vielzahl von Quellen ist in der Lage, die ganze Geschichte zu erzählen. Dun & Bradstreet zum Beispiel bezieht heute Daten aus über 30 000 Quellen und hilft seinen Kunden dabei, die Wahrheit und Bedeutung darin zu erkennen als Basis, um wertvolle Kundenbeziehungen aufzubauen. Die Daten stammen unter anderem aus dem Zahlungsverkehr, aus Klagen, rechtlichen Vorschriften, Geschäftszahlen privater Unternehmen und sogar aus dem News-Stream frisch ab Presse.

Den Toys «R» Us-Bankrott vorhersehen

Dun & Bradstreet sammelt weltweit Daten und zapft dabei die verschiedensten Quellen an. Diese Daten, über längere Zeit zusammengeführt und analysiert, bilden die Basis für das Prognosemodell von D&B – das beste der Welt. Es zeigt, wie gut es einem Unternehmen wirklich geht.

Dieses Modell griff auch beim Fall Toys «R» Us. Der Financial Stress Score lag bei einem Wert von 1, was dem höchsten Risikograd entspricht, und das bereits mehrere Monate vor dem Eintreten der Insolvenz. Der Commercial Credit Score lag bei 7, was einem sehr hohen Risiko entspricht, auch das vor der Insolvenz. Der PAYDEX® Score zeigte, dass Toys «R» Us die Lieferanten 19 Tage nach Frist bezahlte. All diese Indikatoren zeigten frühzeitig, dass Toys «R» Us unter erheblichem finanziellen Stress stand und es nur eine Frage der Zeit war, bis der Konzern bankrott erklären musste.

Toys R US UK Ltd - Predictive Analytics Case Study

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